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Bellitum versus Shōgi
Nachdem ich wiederholt darauf hingewiesen worden bin, dass das japanische Schach bereits eine interessante Alternative zum „westlichen“ Schach ist, habe ich unter der Rubrik „Bellitum---Vorzüge“ einen subjektiven Vergleich vorgenommen.

Presse
Auf der Grundlage erster Eindrücke wird "Bellitum" in der neuen Ausgabe der  Fachzeitschrift "FAIRPLAY - Das Spielermagazin"(Erscheinungsdatum: 06.07.2010) in Verbindung mit einem Interview zum Spiel vorgestellt. Die Zeitschrift erhalten Sie im gut sortierten Fachhandel oder direkt beim Verlag.

In der weltweit auflagenstärksten Brettspiele-Zeitschrift "spielbox" findet "Bellitum" in Heft 2/2012 neben anderen Varianten des Schachspiels besondere Erwähnung.

Spielpraxis

Tipp: Widerstehen Sie der Versuchung, sich von Anfang an mit allen Figuren zu beschäftigen. Bellitum ist aus gutem Grund in 5 aufeinander aufbauende Spielstufen gegliedert. Die Zugweisen und Schlagmechanismen der einzelnen Figuren sind zwar einleuchtend, aus deren komplexen Zusammenspiel ergeben sich aber insbesondere in den Spielstufen 3-5 taktische Verwicklungen, deren Bewältigung das tatsächliche Beherrschen der jeweils geltenden Regeln erfordert. Die schrittweise Aneignung erleichtert nicht nur den Einstieg, sie stellt auch sicher, dass auf bereits gefestigtem Regelverständnis aufgebaut werden kann. Erfahrungsgemäß können die meisten Spieler aber durchaus mit der 2. Spielstufe starten.
Bereits die „Anfänger-Spielstufen“ 1 und 2 stellen vollwertige Strategiespiele dar, die vielfältige, kreative Entfaltungsmöglichkeiten und reichlich Spielvergnügen gewährleisten. Strenggenommen müsste man sich also nicht unbedingt mit den komplexeren Spielstufen beschäftigen.

Tipp: Bellitum entfaltet sein faszinierendes Potential ganz besonders bei einer offensiven, experimentierfreudigen und risikoreichen Spielweise. Das Konzept unterstützt in vielfältiger Form diese Art des Spielens und lädt regelrecht dazu ein. So gehört es zur Grundidee, dass ein Remis aus spieltechnischen Gründen nur sehr selten das (unbefriedigende) Ergebnis einer Partie ist. Risikobereitschaft wird für den Fall eines in die jeweils gegnerische Spielhälfte vorrückenden Legatus („Königs“) über den  damit verbundenen Zugewinn einer sehr starken Figur -dem Triarius- sogar direkt belohnt. Eine Gesamtstrategie, die auch größere Materialopfer einschließt, kann durchaus vielversprechender sein, als die permanente Absicherung der eigenen Figuren.

Tipp: Prinzipiell gehört es ja zum Spielvergnügen, die Tücken des Spiels selbst zu entdecken. Zur Erhöhung der Chancengleichheit möchte ich deshalb nur die wichtigsten „Fallen“ nennen, in die Anfänger leicht tappen können:
1. Unterschätzen Sie nicht die Möglichkeit des Mehrfachschlages bei den Tribuni. Besonders gefährlich ist dieser Schlagmechanismus, wenn ein Tribunus über ein Tunnelfeld der äußeren Linien in die gegnerische Spielhälfte eindringt und entlang einer Reihe („waagrecht“) angreift!
2. Falls der gegnerische Legatus zum Triariuszugewinn vorrückt und eine solide Abwehr nicht mehr zu realisieren ist, sollte man unbedingt -notfalls mit erheblichem Materialverlust- auch mit dem Legatus vorziehen, um sich möglichst zeitgleich ebenfalls einen Triarius zu sichern.
3. Die Doppelzugfelder H4 und E9 sind neuralgische Zonen auf dem Spielbrett, da sie in der Startaufstellung nicht „abgesichert“ sind. Ein rascher Angriff über diese Felder, insbesondere mit einem Decurionis-Paar, kann den Gegner bereits frühzeitig entscheidend schwächen.
4. Denken Sie daran, dass die Principes, im Gegensatz zu den Hastati, die Sonderfunktion der Tunnelfelder nutzen dürfen. Daher gibt es für sie nicht nur den direkten Weg zur Triariusumwandlung sondern auch den indirekten, zeitweise rückwärtsgewandten Weg über die Tunnelfelder der äußeren Linien.

In den Spielstufen 3-5 finden sich einige spezielle Tücken, deren Aufspürung ich den fortgeschrittenen Spielern gerne selbst überlasse.